CHAMPCAR/CART: Freudentr?nen auf dem Podium in Vancouver..

Roberto Moreno widmet seinen Sieg Greg Moore Vancouver, (02.September 2001) "Es ist großartig, ich kann es gar nicht fassen, ich bin so happy!" jubelte Roberto Moreno (Patrick Racing/Toyota-Reynard) über seinen Sieg. Der Brasilianer weinte ...

Roberto Moreno widmet seinen Sieg Greg Moore

Vancouver, (02.September 2001) "Es ist großartig, ich kann es gar nicht fassen, ich bin so happy!" jubelte Roberto Moreno (Patrick Racing/Toyota-Reynard) über seinen Sieg. Der Brasilianer weinte vor Freude und dankte seinem ganzen Team. Vor rund 70.000 Zuschauern in den Straßen von Vancouver, Kanada, war Moreno zehn Runden vor Schluss des 98-Runden-Rennens in Führung gegangen und hatte mit einem Vorsprung von 4,687 Sekunden sein zweites Champ Car Rennen gewonnen. Von Platz sieben gestartet, hatte Moreno bereits in Runde 69 bis zu seinem Tankstopp für eine Runde die Führung übernommen, als Pole Position Mann Alex Tagliani mit einem Motorschaden ausschied. Für Moreno ist dies der erste FedEx Championship Series-Sieg in dieser Saison.

Zweiter wurde sein Landsmann, der amtierende Meister Gil de Ferran (Marlboro Team Penske/ Honda-Reynard) vor dem Amerikaner Michael Andretti (Team Motorola/ Honda-Reynard). De Ferran hat damit von seinem Teamkollegen Helio Castroneves die Führung in der Meisterschaft übernommen. Castroneves hatte Elektronikprobleme und beendete das Rennen mit drei Runden Rückstand als 18.. Der Brasilianer Tony Kanaan (Mo Nunn Racing/ Honda-Reynard) wurde vierter vor dem Spanier Oriol Servia (Sigma Autosport/ Ford-Lola). Aufgrund zahlreicher Gelbphasen wurde das Rennen von ursprünglich 100 Runden auf eine Maximalzeit von 2 Stunden und zehn Minuten und damit schließlich auf 98 Runden verkürzt.

Moreno konnte sein Glück kaum fassen und umarmte sein ganzes Team: "Ich bin absolut überglücklich! Unser Team ist mit jedem Rennen besser zusammengewachsen, wir haben uns konstant verbessert. Als wir heute morgen zum Warm Up rausgefahren sind, wussten wir, dass unser Auto gut ist und wir die Abstimmung prima hinbekommen hatten. Wir haben heute morgen noch etwas entdeckt, das für die Verbesserung wichtig war, nämlich, dass das Auto auf neuen Reifen weit besser war als auf angefahrenen, deshalb haben wir jeweils die neuen Reifen nur eine Runde angefahren. Dann hat auch noch das Wetter mitgespielt! Ich habe mit meinem Ingenieur vereinbart, nicht zu viel am Auto zu verändern, weil alles gepasst hat. Gil de Ferran war stark, aber ich wusste, heute konnte ich es mit allen aufnehmen! Ich musste nur geduldig sein, und es bis zur Zielflagge schaffen. Beim Neustart wäre ich fast mit Mauricio Gugelmin zusammengestoßen weil ich auf der falschen Seite vorbei gehen wollte, dabei kam dann Gil de Ferran an uns vorbei. Doch sobald meine Reifen auf Temperatur kamen, konnte ich ihn wieder überholen." Doch der ehemalige Formel 1-Pilot zeigte sich auch nachdenklich und bewies Herz: "Fünf Runden vor Schluss begann ich wirklich vor Freude im Auto zu weinen! Ich musste an Greg Moore denken! Ich möchte ihm diesen Sieg widmen! Wir alle wünschten, er wäre noch unter uns und gerade wenn wir hier her, zu seinem Heimrennen kommen, denken wir besonders an ihn!"

Die beiden Brasilianer feierten gemeinsam auf dem Podium, Gil de Ferran freute sich, dass er die Meisterschaftsspitze übernommen hat: "Heute war wirklich ein guter Tag! Beim Start hatte ich jede Menge Probleme, unter anderem ging der Motor ein paar Mal einfach aus. Ich schaffte es, beim Neustart an Roberto Moreno und Mauricio Gugelmin vorbei zu gehen und dachte "hey, das sieht echt gut aus!" Aber ich wusste, dass Moreno heute stark war und ich Gas geben musste, sogar als die Reifen noch kalt waren. Doch er war einfach schneller, und dann berührte ich auch noch in Turn sechs mit den Hinterreifen die Mauer, da schoss er an mir vorbei wie der Blitz. Natürlich hätte ich lieber gewonnen, doch heute war er einfach besser. Vancouver als Meisterschaftsführender zu verlassen ist prima, doch es stehen noch sechs Rennen aus, da kann jede Menge passieren!"

Souverän zeigte sich auch Altmeister Michael Andretti. Der Amerikaner war von Position elf gestartet und nutzte seine langjährige Erfahrung, um die Konkurrenz zu schlagen: "Das Wichtigste war heute, das Auto heil ins Ziel zu bringen. Hier gibt es wohl viele, die noch für nächstes Jahr einen Job suchen und sich profilieren wollen, ich wusste, dass hier einige aggressiver als sonst fahren würden. Man musste einfach nur geduldig sein. Unser Team hat mal wieder einen super Job bei den Boxenstopps gemacht, bei jedem Stop haben wir wieder einen Platz gut gemacht. Ich habe mich aus allem heraus gehalten, ich glaube, wir haben nicht einen Kratzer am Wagen, im Gegensatz zu den meisten anderen. Wir hatten zwar zur Saisonmitte einen leichten Durchhänger, doch in den letzten beiden Rennen haben wir uns leise wieder in den Meisterschaftskampf zurückgeschlichen. Unser Team kann es schaffen. Wir haben viele talentierte Leute hier, und keiner von uns wird aufgeben!"

Die Meisterschaft bleibt spannend! Der amtierende Meister Gil de Ferran (Marlboro Team Penske/ Honda-Reynard) hat die Führung übernommen (115 Punkte), sein Teamkollege, Indy-500-Sieger Helio Castroneves (Marlboro Team Penske/ Honda-Reynard) liegt punktgleich (110 Punkte) mit Kenny Bräck (Team Rahal/ Ford-Lola). Serienvierter (103 Punkte) ist Michael Andretti (Team Motorola/ Honda-Reynard) vor dem Schotten Dario Franchitti (Team KOOL Green/ Honda-Reynard - 85 Punkte)

Indy-500-Sieger Helio Castroneves (Marlboro Team Penske/ Honda-Reynard), der von Platz fünf gestartet war, hatte ein Rennen voller Probleme: in der ersten Runde kollidierte er mit Kenny Bräck, später mit Max Wilson. In Runde 25 blieb sein Wagen auf der Start-Zielgeraden mit mechanischen Problemen stehen. Das Team brachte ihn zwar wieder ins Rennen, doch Punkte waren nicht mehr drin.

Der Schwede Kenny Bräck hatte wieder einmal Pech. Nach seinem leichten Zusammenstoß mit Castroneves hatte er in Runde 85 noch einen weiteren mit Patrick Carpentier. Er beendete das Rennen als achter und konnte so noch fünf Punkte mitnehmen.

Großbritanniens CART-Hoffnung Dario Franchitti (Team KOOL Green/ Honda-Reynard) konnte sich in der Meisterschaftsrangliste verbessern. Mit Platz neun holte er vier Zähler, doch eigentlich wären mehr drin gewesen. Bei einer Gelbphase in Runde 76 hatte ihn das Team zu früh an die Box geholt, und die Rennleitung entschied, dass er sich deswegen am Schluss des Feldes einreihen musste.

Der Italiener Max Papis (Team Rahal/ Ford-Lola) schied in Runde 70 nach einem Unfall aus, sein Landsmann Alex Zanardi (Mo Nunn Racing/ Honda-Reynard) hatte in Runde 41 einen schweren Crash, blieb jedoch unverletzt.

Nach fünfzehn Saisonrennen haben bereits zehn verschiedene Fahrer Siege gefeiert: Cristiano da Matta (Newman/Haas Racing/ Toyota-Lola) in Mexico, Helio Castroneves (Marlboro Team Penske/ Honda-Reynard) in Long Beach, Detroit und Mid Ohio, Scott Dixon (PacWest Racing Group/ Toyota-Reynard) in Nazareth, Kenny Bräck (Team Rahal/ Ford-Lola) in Japan, Milwaukee und Chicago, Max Papis (Team Rahal/ Ford-Lola) in Portland, in Cleveland Dario Franchitti (Team KOOL Green/ Honda-Reynard), in Toronto Michael Andretti (Newman/Haas Racing/ Toyota-Lola), Patrick Carpentier (Player's/Forsythe Racing/ Ford-Reynard) in Michigan, Bruno Junqueira (Target Chip Ganassi Racing / Toyota-Lola) in Elkhart Lake und Roberto Moreno (Patrick Racing/Toyota-Reynard) in Vancouver. Der Rekord der FedEx Championship Series wurde vergangenes Jahr aufgestellt: elf verschiedene Sieger in einer Saison.

Für die beiden ersten Europa-Rennen im September hat die CART eine Neuerung eingeführt: veränderte Flügel sollen das Überholen leichter machen, Luftturbulenzen im Verkehr reduzieren und für spannende Platzkämpfe sorgen. Das neue Flügelpaket wird die für Elkhart Lake vorgeschriebene Straßenkurs-Abwandlung der Heckflügel enthalten, jedoch ohne das obere Blech, den Superspeedway Frontflügel und die Handford Device. Dieses neue Paket ersetzt das ursprünglich vorgesehene Handfort Mkl Paket für den EuroSpeedway Lausitz und MKII für den Rockingham Motor Speedway. Die neue Flügelkonstellation wurde mit Dale Coyne Racing Ford Lola 2000 auf dem Rockingham Motor Speedway von Ex-Formel 1 Pilot Johnny Herbert und auf dem EuroSpeedway Lausitz von Ex-CART-Pilot Alex Barron getestet und an die CART weiterempfohlen.

Die "Molson Indy" in den Straßen von Vancouver, British Columbia, Kanada, waren das 15. von 21 Rennen der 2001 FedEx Championship Series. Die Serie fährt Rennen in sieben verschiedenen Ländern und auf vier Kontinenten, inklusive des ersten Europa-Events überhaupt am 15. September am Lausitzring. <pre> STATISTIK:

Rennen 15 von 21

Strecke Vancouver Länge: 2,866 km ( 1,781 Meilen) temporärer Stadtkurs Runden: 90 Runden Distanz: 257,94 km (160,29 Meilen) Start: 14.00 Ortszeit/ 23.00h MESZ (-9 Stunden Zeitunterschied!)

Sieger Vancouver: 2000 Paul Tracy 1999 Juan Pablo Montoya 1998 Dario Franchitti 1997 Mauricio Gugelmin 1996 Michael Andretti 1995 Al Unser Jr 1994 Al Unser Jr

Pole Position Vancouver 2000 Dario Franchitti 2000 Vancouver: 1. Paul Tracy 2. Dario Franchitti 3. Adrian Fernandez

Das nächste Rennen der FedEx Championship Series, das erste Europarennen überhaupt, die German 500, findet vom 13. bis 15. September auf dem EuroSpeedway Lausitz, Klettwitz statt.

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Series IndyCar
Drivers Juan Pablo Montoya
Teams Team Penske , Dale Coyne Racing