CHAMPCAR/CART: Dixon wird mit seinem triumph in Nazareth

CART-Neuling Scott Dixon von der PacWest Racing Group kürte sich am Sonntag mit seiner Triumphfahrt beim 4.Lauf zur FedEx Championship-Rennserie, dem Lehigh Valley Grand Prix Presented by Toyota auf dem Nazareth Speedway, zum jüngsten Sieger...

CART-Neuling Scott Dixon von der PacWest Racing Group kürte sich am Sonntag mit seiner Triumphfahrt beim 4.Lauf zur FedEx Championship-Rennserie, dem Lehigh Valley Grand Prix Presented by Toyota auf dem Nazareth Speedway, zum jüngsten Sieger eines internat ionalen Formelrennens der Top-Kategorie in der Geschichte des Motorsports.

Dixon, im vergangenen Jahr noch Indy Light Champion, führte die letzten 35 Runden souverän bis ins Ziel und hatte am Ende einen Vorsprung von 0,366 sec auf Kenny Bräck vom Team Rahal, der mit Rang 2 die bisher beste Plazierung seiner Champ Car-Karriere ega lisierte. Die Siegesfahrt von Dixon im Alter von 20 Jahren, neun Monaten und 14 Tagen machte den Neuseeländer zum jüngsten Rennsieger aller Zeiten in der CART-Rennserie, der Formel 1- Weltmeisterschaft oder in der Indy Racing League. Den bisherigen CART-Re kord hatte Greg Moore gehalten, der 1997 in Milwaukee im Alter von 22 Jahren, einem Monat und 10 Tagen als Sieger abgewunken wurde.

Gleichzeitig wurde Dixon der erste CART-Rookie (= Neuling), der bei seinem allerersten Oval-Start zur FedEx Championship-Rennserie gleich zum Sieg raste. Seine Triumphfahrt von Startplatz 23 an die Spitze wird nur noch von Mike Mosley übertroffen, der bei seinem Sieg 1981 in Milwaukee von noch weiter hinten, nämlich von Startposition 25 ganz nach vorne stürmte. Dixon Erfolg war der erste Sieg für die PacWest Racing Group seit dem Triumph von Mark Blundell 1997 auf dem California Speedway. Auf dem Weg zur sc hwarzweiß-karierten Flagge fuhr Dixon bei seinem erst dritten CART-Rennstart eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 184,777 km/h. Auch Juan Pablo Montoya gewann 1999 in Long Beach bereits bei seinem dritten CART-Rennen, nur Nigel Mansell ließ sich 1993 noch weniger Zeit: Der ehemalige F1-Weltmeister aus England gewann gleich bei seinem CART-Debüt in Australien.

Dritter in Nazareth wurde Paul Tracy (KOOL Reynard/Honda) vom Team KOOL Green, der sich damit nun Rang 1 im Zwischenklassement der FedEx Championship teilt mit Christiano da Matta vom Team Newman/Haas Racing.

Gleich beim Rennstart quetschte sich Kenny Bräck energisch vorbei am Trainingsschnellsten Rookie Bruno Junqueira vom Team Target Chip Ganassi Racing und übernahm die Spitze für die ersten 125 von insgesamt 225 Runden. In der Gelblichtphase in Runde 125, au sgelöst durch eine Kollision zwischen CART-Champion Gil de Ferran und Alex Tagliani, kam Bräck an die Boxen, dadurch erbte zunächst Tony Kanaan die Führung. Kanaan blieb von Runde 126 bis zur 189.Runde auf Platz 1, um dann seinerseits zum Auftanken und Rei fenwechseln an die Boxen zu kommen, was schließlich Dixon nach vorne spülte. Sieger Scott Dixon konnte erstaunliche 109 Runden mit einer Tankfüllung absolvieren, wobei davon 31 Runden aufgrund von Neutralisationen im Schritttempo gefahren wurden, was dem V erbrauch natürlich entgegenkam.

Rennsieger Dixon meinte in der Victory Lane: "Etwa 10 Runden vor Schluß hatten das Team und ich intensiven Funkkontakt, ob wir noch ausreichend Benzin für die restliche Distanz haben würden. Unser Glück war, daß wir bereits früh im Rennen relativ viel Spri t gespart hatten, so daß ich in der Schlußphase noch zulegen und meine Führung verteidigen konnte. Mein Rennauto hatte eine gute Balance vor allem beim Rausbeschleunigen aus den Kurven. Aber man weiß nie, was einen erwartet. Bisher lief es in diesem Jahr f ür unser Team nicht toll, und hier in Nazareth wurde ich nach der vorzeitigen Abreise von (Teamkollege) Mauricio (Gugelmin) zum Einzelkämpfer. Nach meinem 23.Platz im Zeittrainig war ich ziemlich deprimiert. Jetzt habe ich keine Ahnung, wie sehr dieser Erf olg heute dem Team gut tun wird. Noch kann ich den Sieg nicht richtig begreifen."

Kenny Bräck, mit Rang 2 bestplazierter Europäer, faßte sein Rennen zusammen: "Scott war unheimlich stark beim Rausbeschleunigen aus den Kurven. Da hatte ich keine Chance ein Überholmanöver zu versuchen, trotzdem war es ein guter Tag für uns. Inzwischen wei ß ich nicht, was ich noch tun muß, um endlich mal zu gewinnen. Wir geben immer unser Bestes und müssen es einfach weiter probieren. Jedes Überholmanöver auf dieser Strecke will wohl überlegt sein und ist immer mit Risiko verbunden. Gegen Rennende war ich z wischen einer halben bis zu einer Sekunde schneller als Scott, aber wenn du wie Dixon an den richtigen Stellen schnell bist, kann dich hier keiner überholen. Eine Weile ha

-CART European-

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Series IndyCar
Drivers Juan Pablo Montoya