CHAMPCAR/CART: CART geht in Portland an den Start

DETROIT, (20.Juni 2001) Quer über den gesamten Kontinent sind die Teamtrucks so schnell wie möglich gefahren, schon während der letzten Rennrunden in Detroit am vergangenen Sonntag hatten die meisten zusammen gepackt. Portland ist wohl das ...

DETROIT, (20.Juni 2001) Quer über den gesamten Kontinent sind die Teamtrucks so schnell wie möglich gefahren, schon während der letzten Rennrunden in Detroit am vergangenen Sonntag hatten die meisten zusammen gepackt. Portland ist wohl das einzige CART Rennwochenende, an dem die Piloten gleichzeitig auch Skifahren gehen könnten. Der Gipfel des majestätische Mount Hood (70 Meilen/ 120 km entfernt) ist auch im Sommer schneebedeckt, Bei guter Fernsicht bieten sich den Fotografen einmalige Gelegenheiten an der Rennstrecke. Mehr als 3500 Kilometer an die Westküste nach Portland ist die FedEx Championship Series gereist, aber auch an diesem Wochenende haben sie keine Zeit zu Verschnaufen: auch dort wird schon während des Rennens zusammen gepackt und die Teamtrucks treten die Rückreise in Richtung Osten an, wieder rund 3500 Kilometer, zum nächsten Rennen auf dem Flughafen in Cleveland (29.Juni ^Ö 01.Juli).

Teams Piloten und Presse kommen gerne nach Portland, sie sind sich einig, dass die Strecke nicht nur schnellen und spannenden Motorsport bietet, sie mögen auch die kosmopolitische City von Portland mit eleganten Geschäften und guten Restaurants.

Der Kurs liegt im West Delta Park, etwa 15 Kilometer nördlich von Downtown Portland und direkt südlich der Washington-Oregon Bundesstaatengrenze. Auch wenn der Portland International Raceway nicht unbedingt die größte Herausforderung im CART-Kalender ist, bietet er doch einige interessante Aspekte. Die Teams müssen eine gute Abstimmung finden, sowohl für die langen, schnellen Geraden (180 mph/ 289,674km/h) als auch die langsamen Kurven am westlichen Ende des 3,128 Kilometer langen Kurses. Für eine schnelle Runde müssen die Piloten vor allem am Ausgang der letzten Kurve, Turn 9 und auch ausgangs Turn 5 schnell wieder Speed finden. Die Überholmöglichkeiten beschränken sich vor allem auf Turn 6 und die Festival Curves. Diese sind eine enge Kurvensequenz am Ende der Start-Ziel-Geraden. Die Piloten müssen eingangs der Festival Turns sehr hart von etwa 290 km/h auf 60 km/h herunterbremsen.

Zehntausende auf den Tribünen waren in Portland 1997 Zeugen des knappsten CART-Photo-Finish aller Zeiten: mit einem Vorsprung von nur 0,027 Sekunden gewann der Brite Mark Blundell vor Gil de Ferran!

In der Meisterschaft führt Kenny Bräck (Team Rahal/ Ford-Lola) momentan mit 74 Punkten vor Helio Castroneves (Marlboro Team Penske/ Honda-Reynard, 69 Punkte). Bräck hat bereits zwei Rennen in dieser Saison gewonnen, seinen ersten Sieg schaffte er in Motegi, Japan, den zweiten gleich darauf in Milwaukee. Auch Castroneves hat bereits zwei Rennen gewonnen, zuletzt am vergangenen Wochenende in Detroit. An dritter Stelle liegt mit 48 Zählern Michael Andretti (Newman/Haas Racing/ Toyota-Lola), vor seinem Teamkollege Cristiano da Matta und Vorjahreschampion Gil de Ferran (Marlboro Team Penske/ Honda-Reynard). De Ferran gewann die Portland-Rennen der vergangenen beiden Jahre.

Die Freightliner/G.I. Joe's 200 in Portland sind das achte von 21 Rennen der 2001 FedEx Championship Series. Die Serie fährt Rennen in sieben verschiedenen Ländern und vier Kontinenten, inklusive des ersten Europa-Events überhaupt am 15. September am Lausi tzring.

Seit dieser Saison müssen alle CART Piloten bei Ovalrennen HANS (Head and Neck Support), ein System zum Schutz von Hals und Nacken, tragen. Championship Auto Racing Teams (CART) gab vergangene Woche bekannt, dass ab den Miller Lite 200 in Mid Ohio (10.-12. August) HANS nicht nur bei Ovalrennen, sondern auch bei allen Rennen und Tests, egal ob auf Oval-, Stadt- oder Straßenkurven, Pflicht ist.

Der Meisterschaftsführende, der Schwede Kenny Bräck, will das vergangene Wochenende möglichst schnell hinter sich bringen: ^ÓWir hatten in Detroit echte Probleme. Ich bin sicher, unsere Fort-Cosworth Jungs werden uns in Portland wieder ganz nach vorne bring en. Dennoch, unser Auto war in Detroit nicht schlecht, sicher besser als unser neunter Platz. Aber wir hatten Pech mit unserem frühen Boxenstopp und kamen dann an den langsameren Autos nicht vorbei. In Detroit ist es wirklich schwer, zu überholen! In Portland wird dies anders sein. Die Strecke erinnert mich an einige Kurse in Europa und bietet ein paar Überholmöglichkeiten. Außerdem mag ich die Gegend um Portland sehr gerne. Um ehrlich zu sein, bekomme ich dort immer ein wenig Heimweh, es erinnert mich an S chweden.^Ó

^ÄSpiderman^Ó, Detroit-Sieger Helio Castroneves, möchte die Partystimmung im Team am liebsten beibehalten: ^ÄDer Sieg in Detroit hat uns unheimlich motiviert ^Ö diese Motivation müssen wir jetzt in Portland in ein gutes Ergebnis umsetzen. Wir waren dieses Jahr immer gut auf Straßen- oder Stadtkursen und hatten auch in Portland vergangenes Jahr ein gutes Wochenende (Pole Position) und starten optimistisch in das kommende Wochenende! Das Wichtigste ist es, weitere Punkte für unser Meisterschaftskonto zu sammeln.^Ó

Großbritanniens CART-Hoffnung Dario Franchitti (Team KOOL Green/ Honda-Reynard) ist nach seinem zweiten Platz in Detroit hochmotiviert: ^ÄIch freue mich auf die Abwechslung, nach den Oval- und Stadtkursen endlich mal wieder auf einer permanenten Rennstrecke zu fahren. Ich mag sie alle, aber so richtig ans Limit kannst du nur auf einer permanenten Rennstrecke gehen. Unser Auto ist sehr gut, und ich weiß, dass wir damit in Portland gut abschneiden können. Nach dem letzten Wochenende in Detroit habe ich auch das Gefühl dass wir das Glück wieder auf unserer Seite haben.^Ó

Der Spanier Oriol Servia (Sigma Autosport/ Ford-Lola) erinnert sich gerne an sein erstes Rennen in Portland: ^ÄDie Qualifikation und auch das Rennen liefen wirklich gut für uns. Auch wenn Portland nicht gerade mein Lieblingskurs ist, mag ich das Rennen. Der Start ist immer extrem wichtig, vor allem weil man sehr leicht in einen Unfall verwickelt werden kann. In meinem ersten Indy Lights Rennen war ich in einen Startunfall verwickelt, vergangenes Jahr konnte ich dem nur knapp entgehen! Wenn wird dies auch die smal wieder schaffen, können wir ein gutes Rennen haben.^Ó

Der Italiener Max Papis (Team Rahal/ Ford-Lola) hat dieses Jahr vor allem ein Ziel: Sein schlechtes Rennen vom vergangenen Jahr schnell zu vergessen: ^ÄIch kam nicht mal durch die erste Runde, sondern nur bis zur ersten Kurve, das war^Òs. Ich freue mich dara uf, diesmal ein viel besseres Rennen zu haben. Ich mag den Kurs und auch die Gegend um Portland. Es ist sehr schön dort und erinnert mich an Europa. Natürlich ist es gerade für einen europäischen Piloten etwas Besonderes, auf einem Oval zu gewinnen, aber i ch will unbedingt auch auf einem Straßenkurs gewinnen. Am vergangenen Wochenende hatten wir in Detroit ein Abstimmungsproblem in der Qualifikation. Aber wir lernen jedes Mal dazu. Dieses Jahr sind viele neue Leute in unserem Team und wir haben uns jetzt gut aneinander gewöhnt. Jetzt können wir wieder vorne mitkämpfen!^Ó

Alex Zanardi (Mo Nunn Racing/ Honda-Reynard) erklärt: ^ÄPortland ist wirklich wunderschön, eine fantastische Stadt und die Landschaft ist großartig. Der Kurs ist nicht sehr groß und nicht eine meiner Lieblingsstrecken, aber ich habe tolle Erinnerungen an Portland, ich hatte dort sehr gute Rennen in der Vergangenheit. Leider hat das für die Gegenwart nicht zu sagen, und leider waren wir im letzten Rennen in Detroit nicht da, wo wir sein wollten, langsam machen wir uns Sorgen. Dennoch hoffen wir, dass der Kurs in Portland unserem Auto mehr entgegenkommen wird. Ich hoffe einfach dass ich wieder mehr Glück habe und am Ende des Rennens ein paar Rosen von hübschen Mädchen überreicht bekomme.^Ó

CART.com, die offizielle Website der FedEx Championship Series bietet Fans auch am kommenden Wochenende etwas Einzigartiges: Mit der CART ChampCam können die Fans die ersten Minuten nach der Zieldurchfahrt live miterleben. Sie sehen ^Äbackstage^Ó, wie der Sieger aus seinem Auto aussteigt, die ersten Gratulationen seines Teams entgegennimmt, die Trophäe bei der Siegerehrung bekommt, bis hin zu den ersten Minuten der Pressekonferenz! Die CART ChampCam ist auf www.cart.com .

Rückblick Detroit 2000: Gil de Ferran (Marlboro Team Penske/ Honda-Reynard) war der erste, der in der Saison 2000 ein zweites Rennen gewinnen konnte. Seine Landsleute jubelten: zum ersten Mal in der Geschichte der FedEx Championship Series feierten gleich drei Brasilianer auf dem Podium: Roberto Moreno (Patrick Racing/Ford-Reynard) wurde zweiter, vor Christian Fittipaldi (Newman/Haas Racing/ Ford-Lola). De Ferran führte 23 der 112 Runden und überquerte 2,625 Sekunden vor Moreno die Ziellinie. Moreno gelang es, sich mit diesem zweiten Platz zum ersten Mal in seiner Karriere an die Spitze der Meisterschaft zu setzen. Mit 68 Zählern, genau einen Punkt vor de Ferran, verließ Moreno Portland, Paul Tracy (Team KOOL Green/ Honda-Reynard) lag an mit 59 Punkten dritter Stelle.

<pre> STATISTIK:

Rennen 08 von 20

Strecke Portland Länge: 3,16871 km (1,969 Meilen) permanente Rennstrecke Runden: 98 Distanz: 310,5337 km ( 192,962 Meilen) Start: 14.00 Ortszeit/ 20.00h MESZ (-6 Stunden Zeitunterschied!)

2000 Portland : 1. Gil de Ferran 2:00:46.002 2. Roberto Moreno 3. Christian Fittipaldi

Pole Position Portland 2000 Helio Castroneves 57.738

Sieger Portland: 2000 Gil de Ferran 1999 Gil de Ferran 1998 Alex Zanardi 1997 Mark Blundell 1996 Alex Zanardi 1995 Al Unser Jr.

FedEx CHAMPIONSHIP SERIES ^Ö aktueller Meisterschaftsstand: 1. Kenny Bräck Team Rahal 74 Punkte 2. Helio Castroneves Marlboro Team Penske 69 Punkte 3. Michael Andretti Team Motorola 48 Punkte 4. Cristiano da Matta Newman/Haas Racing 46 Punkte 5. Gil de Ferran M

-CSS

Be part of something big

Write a comment
Show comments
About this article
Series IndyCar
Drivers Al Unser Jr. , Helio Castroneves , Gil de Ferran , Michael Andretti , Max Papis , Roberto Moreno , Christian Fittipaldi , Paul Tracy , Dario Franchitti , Alex Zanardi , Oriol Servia , Kenny Brack , Mark Blundell , Cristiano da Matta , Mo Nunn
Teams Team Penske